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Prüfungsordnung (Vom 9. November 2012 - geändert durch Satzung vom 9. Mai 2014 - gültig für die Studienjahrgänge ab 2014)

Aufgrund von Art. 13 Abs. 1 Satz 2, Art. 43 Abs. 5, Art. 61 Abs. 2 Satz 1 des Bayeri-schen Hochschulgesetzes (BayHSchG) erlässt die Universität Erlangen-Nürnberg folgende Prüfungsordnung:

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Prüfungsordnung regelt die Masterprüfung des in Kooperation zwischen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und dem Health Economics Research Zentrum (HERZ) als Fernstudium durchgeführten, berufsbegleitenden Wei-terbildungsstudiengangs Master in Health and Medical Management (MHMM).

(2) Prüfungen im Sinne dieser Prüfungsordnung sind die studienbegleitenden und abschließenden Prüfungen des Weiterbildungsstudienganges.

§ 2 Gegenstand des Studiums und Zweck der Prüfung, akademischer Grad

(1) Die Prüfung soll eine differenzierte Beurteilung und die Feststellung ermöglichen, dass die oder der Studierende in den Prüfungsfächern relevante theoretische Problemstellungen der Medizin im angemessenen Rahmen auch mit wissenschaftlichem Instrumentarium bearbeiten kann. 2Dabei soll die Urteilsfähigkeit und Kompetenz zur kritischen Reflexion von Wissenschaft und beruflicher Praxis nachgewiesen und die Fähigkeit belegt werden, Fragestellungen in übergreifende Zusammenhänge einordnen zu können.

(2) Aufgrund einer nach dieser Ordnung abgelegten Prüfung wird der akademische Grad „Master in Health and Medical Management“ (abgekürzt MHMM) verliehen. Der akademische Grad kann mit dem Zusatz (FAU Erlangen-Nürnberg) geführt werden.

§ 3 Regelstudienzeit, Studienumfang und Organisation

(1) 1Die Regelstudienzeit beträgt vier Semester. 2Im ersten Semester sind die zwei Pflichtmodule „Der Arzt und seine Umwelt“ und „Diagnostik“; im zweiten Semester die zwei Pflichtmodule „Erkrankungen der äußeren und inneren Strukturen“ und „Störung der Kreisläufe und Gleichgewichte“ im Umfang von insgesamt 15 ECTS-Punkten pro Semester abzulegen. 3Im dritten Semester sind zwei ortsüblich bekannt gemachte Wahlpflichtmodule im Umfang von insgesamt 15 ECTS-Punkten abzulegen. 4Im vierten Semester ist die Masterarbeit im Umfang von 15 ECTS-Punkten abzulegen.

(2) Es sind 60 Fernstudientexte in 6 Modulen, sowie die dazugehörigen Prüfungs- oder Studienleistungen erfolgreich zu absolvieren und eine Masterarbeit zu erstellen.

(3) Das Studium Master in Health and Medical Management vermittelt die für die Masterprüfung erforderlichen Studieninhalte durch

1. Fernstudientexte,
2. zusätzliche internetgestützte Materialien, die thematisch differenzierten Studienbausteinen (Modulen) zugeordnet sind sowie
3. die verpflichtende Teilnahme an je einer Präsenzlehrveranstaltung im ersten, zweiten und dritten Semester.

(4) Die erforderlichen Leistungen zu den zu absolvierenden Modulen (s. Anlage 3) sind jeweils bis zum Ende des Semesters zu erbringen.

§ 4 ECTS-Punkte

(1) 1Die Organisation von Studium und Prüfungen beruht auf dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS). 2Das Studiensemester ist mit 15 ECTS-Punkten veranschlagt. 3Ein ECTS-Punkt entspricht einer Arbeitszeit von 30 Stunden.

(2) 1ECTS-Punkte dienen als System zur Gliederung, Berechnung und Bescheini-gung des Studienaufwandes. 2Sie sind ein quantitatives Maß für die Arbeitsbelastung der Studierenden.

§ 5 Modularisierung, Studienbegleitende Leistungsnachweise

(1) 1Das Studium besteht aus Modulen, die mit ECTS-Punkten bewertet sind. 2Ein Modul ist eine zeitlich zusammenhängende und in sich geschlossene abprüfbare Lehr- und Lerneinheit.

(2) 1Die Module schließen mit einer studienbegleitenden Modulprüfung ab. 2Diese Prüfung soll in der Regel aus einer Prüfungsleistung oder aus einer Studienleistung bestehen. 3In fachlich zu begründenden Ausnahmefälle kann diese Prüfung auch aus Teilprüfungen bestehen. 4ECTS-Punkte werden nur für die erfolgreiche Teilnahme an Modulen vergeben, die aufgrund eigenständig erbrachter, abgrenzbarer Leistungen in einer Modulprüfung festgestellt wird. 5Studienbegleitende Modulprüfungen sind solche, die während der Vorlesungszeit oder im Anschluss an die letzte Lehrveranstaltung eines Moduls durchgeführt werden.

(3) 1Prüfungsleistungen und Studienleistungen messen den Erfolg der Studierenden. 2Sie können gemäß § 9 schriftlich in Form einer Einsendearbeit, einer Klausur oder im Antwort-Wahl-Verfahren (Single- oder Multiple-Choice-Verfahren) sowie in mündlicher oder elektronischer Form erfolgen. 3Prüfungsleistungen werden benotet. 4Bei Studienleistungen kann sich die Feststellung auf die erfolgreiche Teilnahme oder das Bestehen oder Nicht-Bestehen beschränken.

§ 6 Qualifikationsvoraussetzungen

Die Qualifikation für den Weiterbildungsstudiengang wird nachgewiesen durch:

  1. einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss eines Studiums einer Hochschule bzw. einen sonstigen in- oder ausländischen Abschluss bei dem hinsichtlich der Qualifikation keine wesentlichen Unterschiede bestehen, in der Regel mit Bezug zum Gesundheitswesen und mit wirtschaftswissenschaftlichem Anteil mit in der Regel acht Semestern Regelstudienzeit und 240 ECTS-Punkten, oder ausnahmsweise mindestens sechs Semestern Regelstudienzeit und mindestens 180 ECTS-Punkten zuzüglich des Bestehens einer Sondereignungsfeststellungsprüfung zur Erreichung des Eingangsniveaus von 240 ECTS-Punkten gemäß Anlage 2,
  2. eine qualifizierte Berufstätigkeit mit Bezug zum Gesundheitswesen (z. B. im Krankenhaus oder einer sonstigen stationären Einrichtung, in einem Medizinischen Versorgungszentrum oder einer sonstigen ambulanten Versorgungseinrichtung, in einer Krankenkasse bzw. einer Krankenversicherung oder deren Interessenverbänden, in einem Verband der Leistungserbringer, in der Pharmazeutischen oder Medizintechnischen Industrie, in Consultingunternehmen, in Rechtsanwalts-, Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien oder in wissenschaftlichen Institutionen) von mindestens zwei Jahren,
  3. das Bestehen des Qualifikationsfeststellungsverfahrens gemäß der Anlage 1 sowie
  4. im Falle der Nr. 1 Alt. 2 das Bestehen der Sondereignungsfeststellungsprüfung gemäß der Anlage 2.

§ 7 Prüfungsausschuss und Prüfende

(1) 1Der Prüfungsausschuss ist für die Organisation und Durchführung der Prüfungen verantwortlich. 2Seine Mitglieder und ihre Stellvertreter werden vom Fakultätsrat der Medizinischen Fakultät für die Dauer von zwei Jahren bestellt.
(2) 1Der Prüfungsausschuss setzt sich aus insgesamt drei Professoren oder Professorinnen der Medizinischen Fakultät und des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zusammen. 2Jede Fakultät muss mit mindestens einem Professor vertreten sein.
(3) 1Der Prüfungsausschuss wählt aus seiner Mitte den Vorsitzenden oder die Vorsitzende und den Stellvertreter oder die Stellvertreterin für die Dauer von zwei Jahren. 2Eine Wiederwahl ist möglich.
(4) 1Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder schriftlich unter Einhaltung einer Frist von drei Tagen geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend und stimmberechtigt ist. 2Der Prüfungsausschuss beschließt mit der Mehrzahl der abgegebenen Stimmen; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der Vorsitzenden oder des Vorsitzenden den Ausschlag. 3Stimmenthaltungen, geheime Abstimmungen und Stimmrechtsübertragungen sind nicht zulässig. 4Der Prüfungsausschuss oder diese Prüfungsordnung können der Vorsitzenden oder dem Vorsitzenden einzelne Aufgaben zur selbständigen Erledigung übertragen.
(5) 1Der Prüfungsausschuss bestellt die Prüfenden und die Beisitzenden, welche in der Regel die Dozenten oder Dozentinnen der jeweiligen Fächer sind. 2Zu Prüfenden dürfen nur Professoren oder Professorinnen und andere nach Art. 62 Abs. 1 BayH-SchG in Verbindung mit der Hochschulprüferverordnung in der jeweils geltenden Fassung prüfungsberechtigte Personen bestellt werden. 3Zu Beisitzenden dürfen nur Personen bestellt werden, die die Masterprüfung in einem wirtschaftswissenschaftli-chen Studiengang oder einem Studiengang mit Bezug zum Gesundheitswesen an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule oder eine vergleichbare Prüfung an einer Hochschule abgelegt haben.
(6) 1Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich. 2Die Mitglieder des Prüfungsausschusses unterliegen der Amtsverschwiegenheit (Art. 18 Abs. 3 BayH-SchG).

§ 8 Zugang zum Masterstudium

Die Prüfung der Qualifikations- und Zugangsvoraussetzungen zum Masterstudium obliegt dem Prüfungsausschuss.

§ 9 Zeitpunkt, Art und Durchführung der Prüfungen, Wiederholung

(1) 1Wer im Masterstudium immatrikuliert ist, gilt als zugelassen zur Masterprüfung und den Modulprüfungen, es sei denn, die Zulassung ist zu versagen. 2Die Zulassung ist zu versagen, wenn nach dieser Prüfungsordnung vorgeschriebene Nachweise endgültig nicht oder nicht fristgemäß erbracht sind, die Diplom- oder Masterprüfung im inhaltlich vergleichbaren Studiengang endgültig nicht bestanden ist oder die Exmatrikulation unter Verlust des Prüfungsanspruches verfügt wurde.
3Die Masterprüfung besteht aus:
1. den studienbegleitenden unbenoteten Studien- und benoteten Prüfungsleistungen in den Modulen des ersten bis dritten Semesters, die an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg abgelegt werden sowie
2. der Masterarbeit
gemäß der Anlage 3.

(2) 1Die studienbegleitenden unbenoteten Studienleistungen gemäß Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 werden in der Form einer schriftlichen Einsendearbeit im Umfang von ca. 10 Seiten und der Beantwortung von Fragen im Antwort-Wahl-Verfahren (Single- oder Multiple-Choice-Prüfungen) nach Abs. 4 zu jedem Text erbracht. 2Die studienbeglei-tenden benoteten Prüfungsleistungen gemäß Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 werden in der Form von Klausuren im Umfang von 120 Minuten erbracht.

(3) 1In den schriftlichen Prüfungen sollen die Studierenden nachweisen, dass sie in begrenzter Zeit und mit begrenzten Hilfsmitteln Zusammenhänge des Faches darstellen und Probleme mit den geläufigen Methoden des Faches erkennen sowie Wege zur Lösung finden können. 2Die Bewertung der schriftlichen Prüfungsleistungen erfolgt durch den Prüfenden oder die Prüfende. 3Eine mit „nicht ausreichend“ bewertete schriftliche Prüfungsleistung ist von zwei Prüfenden zu bewerten; § 14 Abs. 2 gilt entsprechend.

(4) 1Klausuren können vollständig oder teilweise im Antwort-Wahl-Verfahren abgenommen werden (Single- oder Multiple-Choice-Prüfungen). 2Bei der Aufstellung der Prüfungsaufgaben im Antwort-Wahl-Verfahren ist festzulegen, welche Antworten als zutreffend anerkannt werden. 3Wenn die Prüfungsaufgabe Mehrfachantworten verbietet, sind Mehrfachantworten unzulässig und werden nicht gewertet. 4Die Prüfungsaufgaben sind durch mindestens zwei Aufgabenstellerinnen oder Aufgabensteller vor der Feststellung des Prüfungsergebnisses darauf zu überprüfen, ob sie zuverlässige Prüfungsergebnisse ermöglichen. 5Ergibt diese Überprüfung, dass einzelne Prüfungsaufgaben fehlerhaft sind, sind diese bei der Feststellung des Prüfungsergebnisses nicht zu berücksichtigen, es ist von der verminderten Zahl der Prüfungsaufgaben auszugehen. 6Die Verminderung der Zahl der Prüfungsaufgaben darf sich nicht zum Nachteil einer oder eines zu Prüfenden auswirken. 7Über die jeweilige Aufgabe hinaus dürfen keine Minuspunkte vergeben werden.

(5) 1Prüfungen nach Abs. 4 Satz 1 gelten als bestanden, wenn
1. die oder der zu Prüfende insgesamt mindestens 50 Prozent der gestellten Prüfungsfragen bzw. der zu erzielenden Punkte zutreffend beantwortet hat oder
2. die oder der zu Prüfende insgesamt mindestens 40 Prozent der gestellten Prüfungsfragen bzw. der zu erzielenden Punkte zutreffend beantwortet hat und die Zahl der von der oder dem zu Prüfenden zutreffend beantworteten Fragen bzw. der zu erzielenden Punkte um nicht mehr als 17 Prozent die durchschnittlichen Prüfungsleistungen der Prüflinge unterschreitet, die erstmals an der entsprechenden Prüfung teilgenommen haben.
2Wird Satz 1 Nr. 2 angewendet, ist die Studiendekanin oder der Studiendekan zu unterrichten.

(6) Bei schriftlichen Prüfungen, die nur teilweise im Antwort-Wahl-Verfahren abgenommen werden, gelten die Abs. 3 und 4 nur für diesen Teil.

(7) Für die Benotung gilt § 14 Abs. 2.

(8) 1In den mündlichen Prüfungen sollen die Studierenden nachweisen, dass sie die Zusammenhänge des Prüfungsgebiets erkennen und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermögen. 2Mündliche Prüfungen werden in der Regel von einer Prüferin oder einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin oder eines sachkundigen Beisitzers als Gruppenprüfung (maximal fünf Prüflinge) oder als Einzelprüfung durchgeführt.

(9) 1In der mündlichen Prüfung vor mehreren prüfungsberechtigten Personen setzt jeder Prüfende die Note nach § 14 fest. 2Bei unterschiedlicher Bewertung werden die Noten gemittelt; § 14 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend.

(10) 1Über die mündliche Prüfung ist ein Protokoll anzufertigen, in das aufzunehmen sind: Ort und Zeit sowie Zeitdauer der Prüfung, Gegenstand und Ergebnis der Prüfung, die Namen der Prüferin oder des Prüfers, der Beisitzerin oder des Beisitzers und der oder des Studierenden sowie besondere Vorkommnisse. 2Das Protokoll wird von den prüfungsberechtigten Personen und der Beisitzerin oder dem Beisitzer unterzeichnet. 3Das Protokoll ist bei den Prüfungsakten mindestens zwei Jahre aufzubewahren. 4Das Ergebnis ist der oder dem Studierenden jeweils im Anschluss an die mündliche Prüfung bekannt zu geben.

(11) 1Zu mündlichen Prüfungen werden Studierende, die sich der gleichen Prüfung während eines der nachfolgenden Prüfungszeiträume unterziehen wollen, im Rahmen der räumlichen Möglichkeiten als Zuhörerinnen oder Zuhörer zugelassen; auf Verlangen der Prüfungskandidatinnen und -kandidaten werden Zuhörerinnen oder Zuhörer ausgeschlossen. 2Die Zulassung erstreckt sich nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.

(12) 1Prüfungen können auch in elektronischer Form abgenommen werden. 2Elektronische Prüfungen (E-Prüfungen) sind Prüfungsverfahren, deren Durchfüh-rung und Auswertung durch computergestützte bzw. digitale Medien erfolgen. 3Die Authentizität und die Integrität der Prüfungsergebnisse sind sicherzustellen. 4Eine automatisiert erstellte Bewertung einer Prüfungsleistung soll auf Antrag der betroffe-nen Teilnehmerin oder des betroffenen Teilnehmers von einer oder einem Prüfen-den, im Fall einer nicht bestandenen Prüfung von zwei Prüfenden, überprüft werden.

(13) 1Nicht bestandene einzelne Prüfungsleistungen sind jeweils beim nächsten Prüfungstermin zu wiederholen. 2Jede studienbegleitende Prüfungsleistung kann zweimal wiederholt werden, die Masterarbeit einmal. 3Die Frist nach Satz 1 wird durch Beurlaubung und Exmatrikulation nicht unterbrochen.

(14) 1Wer durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft macht, wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage zu sein, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat Anspruch darauf, dass der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestattet, gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. 2Entsprechende, ihrer Situation angemessene Möglichkeiten sind Schwangeren zu eröffnen, wenn die betroffenen Studie-renden bei dem zuständigen Prüfungsausschuss spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin einen entsprechenden Antrag stellen und eine ärztliche Bescheinigung darüber vorlegen, dass sie sich zum Prüfungstermin mindestens in der 30. Schwangerschaftswoche befinden werden. 3Entscheidungen nach den Sätzen 2 und 3 werden nur auf schriftlichen Antrag hin von der oder dem Vorsitzenden des Prü-fungsausschusses getroffen. 4Anträge auf Nachteilsausgleich sind spätestens vier Wochen vor der Anmeldung zur Prüfung schriftlich an den Prüfungsausschuss zu stellen.

§ 10 Prüfungsfristen

(1) 1Die Prüfungen sind ordnungsgemäß so rechtzeitig abzulegen, dass in der Masterprüfung bis zum Ende des Regeltermins 60 ECTS-Punkte erworben werden. 2Regeltermin ist das letzte Semester der jeweiligen Regelstudienzeit. 3Der Regeltermin nach Satz 2 darf in der Masterprüfung um drei Semester überschritten werden (Überschreitungsfrist). 4Die jeweilige Prüfung gilt außer im Falle des § 11 Abs. 1 als abgelegt und endgültig nicht bestanden, wenn nicht innerhalb der Überschreitungsfrist 60 ECTS-Punkte aus den Modulen des Masterstudiums erworben wurden, es sei denn, die oder der Studierende hat die Gründe hierfür nicht zu vertreten.

(2) Die Frist nach Abs. 1 verlängert sich um die Inanspruchnahme der Schutzfristen entsprechend den §§ 3, 4, 6 und 8 des Gesetzes zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (Mutterschutzgesetz – MuSchG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Juni 2002 (BGBl. I S. 2318) in der jeweils geltenden Fassung sowie entsprechend den Fristen des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz – BEEG) vom 5. Dezember 2006 (BGBl. I S. 2748) in der jeweils geltenden Fassung.

§ 11 Rücktritt, Versäumnis, Täuschung, Ordnungsverstoß

(1) Eine Studierende oder ein Studierender kann von jeder Prüfung einmal durch Nichterscheinen zurücktreten.

(2) Eine Prüfungsleistung gilt als mit „nicht ausreichend (5,0) bewertet, wenn der Rücktritt nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe erfolgt oder ein Prüfungstermin versäumt wird, ohne dass die Voraussetzungen für einen Rücktritt gegeben wa-ren.

(3) 1In anderen als in den in Abs. 1 genannten Fällen sind für einen Rücktritt oder das Versäumnis Gründe anzugeben, die dem Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden müssen. 2Bei Krankheit der oder des Studierenden kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest eines von der Hochschule benannten Arztes oder einer Ärztin verlangt werden. 3Der Krankheit der oder des Studierenden steht die Krankheit eines überwiegend von ihr oder ihm allein zu versorgenden Kindes gleich. 4Werden die Gründe anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. 5Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.

(4) 1Bei einem Versuch, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. 2Wer den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung stört, kann von der oder dem jeweiligen Prüfenden oder Auf-sichtsführenden von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet. 3In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuss die Studierende oder den Studierenden von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen.

(5) 1Belastende Entscheidungen sind der oder dem Studierenden unverzüglich schriftlich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. 2Der oder dem Studierenden ist vor ablehnenden Entscheidungen Gelegenheit zur Äußerung zu geben. 3Aufgrund eines Beschlusses des Prüfungsausschusses können Notenbescheide jeder und jedem Einzelnen in elektronischer Form bekannt gegeben werden. 4Widerspruchsbescheide erlässt die Präsidentin oder der Präsident, in prüfungsrechtlichen Fragen im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und nach Anhörung der zuständigen Prüferinnen und Prüfer.

(6) Abs. 1 bis 5 gelten für unbenotete Studienleistungen entsprechend.

§ 12 Mängel im Prüfungsverfahren

(1) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die das Prüfungsergebnis beeinflusst haben, kann auf Antrag einer oder eines Studierenden angeordnet werden, dass von einer oder einem bestimmten oder von allen Studierenden die Prüfung oder einzelne Teile derselben wiederholt werden.

(2) Mängel des Prüfungsverfahrens müssen unverzüglich bei der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses oder bei der Prüferin oder dem Prüfer geltend gemacht werden.

(3) Sechs Monate nach Abschluss der Prüfung

§ 13 Anrechnung von Kompetenzen

(1) 1Studienzeiten, Module, Studienleistungen und Prüfungsleistungen, die in Studiengängen an anderen staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland, durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Fernstudieneinheit im Rahmen eines Studiengangs an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland oder in Studiengängen an einer ausländischen Hochschulen erbracht worden sind, werden bei einem Studium nach dieser Prüfungsordnung angerechnet, außer es bestehen wesentliche Unterschiede hinsichtlich der erworbenen Kompetenzen. 2Gleiches gilt für Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen, die an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Bayern im Rahmen von sonstigen Studien nach Art. 56 Abs. 6 Nr. 1 und 2 BayHSchG, in speziellen Studienangeboten nach Art. 47 Abs. 3 Satz 1 BayH-SchG oder an der Virtuellen Hochschule Bayern erbracht worden sind.

(2) 1Kompetenzen, die im Rahmen einer einschlägigen, erfolgreich abgeschlossenen Berufs- oder Schulausbildung, sonstiger weiterbildender Studien nach Art. 56 Abs. 6 Nr. 3 BayHSchG oder einer berufspraktischen Tätigkeit erworben wurden, können angerechnet werden, soweit die festgestellten Kompetenzen gleichwertig sind. 2Außerhalb des Hochschulbereichs erworbene Kompetenzen dürfen höchstens die Hälfte der nachzuweisenden Kompetenzen ersetzen.

(3) 1Die Noten angerechneter Module, Prüfungen und Studienleistungen werden übernommen, wenn sie entsprechend § 14 gebildet wurden. 2Stimmt das Notensystem an der Universität oder an gleichgestellten Hochschulen erbrachter und von der FAU Erlangen-Nürnberg angerechneter Prüfungen mit dem Notensystem des § 14 nicht überein, werden die Noten der anderen Hochschulen nach der Formel
x = 1 + 3 (Nmax – Nd)/(Nmax - Nmin) mit
x = gesuchte Umrechnungsnote
Nmax = beste erzielbare Note
Nmin = unterste Bestehensnote

Nd = erzielte Note
umgerechnet.
3Bei den so berechneten Noten wird nur eine Stelle hinter dem Komma berücksichtigt.
4Ist eine Notenbildung nicht möglich, so wird in das Zeugnis unter Angabe der
Hochschule nur ein Anrechnungsvermerk „bestanden“ aufgenommen, eine Notenwiedergabe
oder eine Notenumrechnung unterbleiben.

(4) 1Die Teilnehmerin oder der Teilnehmer haben die für die Anrechnung erforderlichen
Unterlagen vor Antritt der zu ersetzenden Prüfung vorzulegen.2Bei Vorliegen
der Voraussetzungen der Abs. 1 bis 2 besteht ein Rechtsanspruch auf Anrechnung.
3Die Entscheidung trifft die Vorsitzende oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses
nach Anhörung der oder des vom zuständigen Fach benannten Fachvertreterin
oder Fachvertreters.

§ 14 Bewertung der Prüfungsleistungen

(1) 1Die Bewertung der einzelnen Prüfungsleistungen wird durch folgende Prädikate
und Notenstufen ausgedrückt:

  • sehr gut = 1,0 oder 1,3 = eine hervorragende Leistung;
  • gut = 1,7 oder 2,0 oder 2,3 = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt;
  • befriedigend = 2,7 oder 3,0 oder 3,3 = eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht;
  • ausreichend = 3,7 oder 4,0 = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt;
  • nicht ausreichend = 4,3 oder 4,7 oder 5,0 = eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt.

2Weitere Notenstufen sind nicht zulässig.

(2) 1Prüfungen im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple-Choice-Prüfungen) sind wie folgt
zu bewerten:
2Wer die für das Bestehen der Prüfung nach § 9 Abs. 5 Satz 1 erforderliche Mindestzahl
zutreffend beantworteter Prüfungsfragen erreicht, erhält die Note
1,0 ("sehr gut"), wenn mindestens 90 Prozent,
2,0 ("gut"), wenn mindestens 60, aber weniger als 90 Prozent,
3,0 ("befriedigend"), wenn mindestens 30, aber weniger als 60 Prozent,
4,0 ("ausreichend"), wenn keine oder weniger als 30 Prozent der darüber hinaus gestellten
Prüfungsfragen zutreffend beantwortet wurden.
3Die Noten können entsprechend dem prozentualen Anteil um 0,3 erhöht oder erniedrigt
werden; die Noten 0,7 und 4,3 sind dabei ausgeschlossen. 4Wer nicht die
erforderliche Mindestzahl erreicht, erhält die Note 5,0. 5Abweichend von Satz 3 können
in den Fällen, in denen die Prüfung gemäß § 8 Abs. 6 teilweise im Antwort-Wahl-
Verfahren durchgeführt wird, neben der Note 5,0 die Noten 4,3 und 4,7 festgesetzt
werden.

(3) 1Besteht die Prüfung in einem Modul aus mehreren Prüfungsleistungen, so errechnet
sich die Modulnote aus dem Durchschnitt der mit den Leistungspunkten gewichteten
Einzelnoten der bestandenen Prüfungsleistungen. 2Dabei wird nur die erste
Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne
Rundung gestrichen. 3Ein Modul ist bestanden, wenn alle Studien- und Prüfungsleistungen
bestanden und alle sonstigen erforderlichen Nachweise erbracht sind.

(4) Die Modulnote lautet:
Bei einem Durchschnitt bis einschließlich 1,5 = sehr gut;
bei einem Durchschnitt von 1,6 bis einschließlich 2,5 = gut;
bei einem Durchschnitt von 2,6 bis einschließlich 3,5 = befriedigend;
bei einem Durchschnitt von 3,6 bis einschließlich 4,0 = ausreichend;
bei einem Durchschnitt ab 4,1 = nicht ausreichend.

(5) Die Gesamtnote der Masterprüfung errechnet sich als arithmetisches Mittel der
Modulnoten einschließlich des doppelt gewichteten Moduls Masterarbeit; Abs. 2 Satz
2 gilt entsprechend.

§ 15 Ungültigkeit der Prüfung

(1) Wurde bei einer Prüfung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung
der Urkunde bekannt, so kann der Prüfungsausschuss nachträglich die
betroffenen Noten entsprechend berichtigen und die Prüfung ganz oder teilweise für
nicht bestanden erklären.

(2) Waren die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer Prüfung nicht erfüllt, ohne
dass die Täuschung vorsätzlich erfolgte, und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung
der Urkunde bekannt, so wird dieser Mangel durch das Bestehen der Prüfung
geheilt.

(3) Vor einer Entscheidung ist der oder dem Studierenden Gelegenheit zur Stellungnahme
zu geben.

(4) 1Die unrichtige Urkunde wird eingezogen; es wird gegebenenfalls eine neue Urkunde
ausgestellt. 2Eine Entscheidung nach Abs. 1 ist nach einer Frist von fünf Jahren
ab dem Ausstellungsdatum der Urkunde ausgeschlossen.

§ 16 Verteilung der ECTS-Punkte

(1) Für die an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erbrachten
Leistungen im Weiterbildungsstudiengang Master in Health and Medical Management
(MHMM), die mit der Note „ausreichend“ (4,0) oder besser bewertet werden,
werden ECTS-Punkte vergeben.

(2) Insgesamt sind 60 ECTS-Punkte zu erwerben, von denen 45 ECTS-Punkte auf
die studienbegleitenden Studien- und Prüfungsleistungen und 15 ECTS-Punkte auf
die Masterarbeit entfallen.

§ 17 Einsendearbeiten, Online-Tests (unbenotete Studienleistungen)

(1) In dem ersten bis dritten Semester ist jeweils ein Modul bis zum Ende jedes Semesters
als unbenotete Studienleistung (erworben durch jeweils eine erfolgreich bearbeitete
Einsendearbeit sowie durch computergestützte Online-Tests) zu erbringen.

(2) 1Die oder der Studierende hat jeweils in dem ersten bis dritten Semester die unbenotete
Studienleistung aus einem derjenigen Module zu erbringen, das nicht für
die benotete Prüfungsleistung gewählt wurde. 2Durch die Abgabe der Einsendearbeit
i. S. d. Abs. 1 wählt die bzw. der Studierende automatisch das jeweils andere dem
gleichen Semester zugeordnete Modul für die benotete Prüfungsleistung i. S. d. § 19
aus. 3Es gilt § 19 Abs. 2.

§ 18 Teilnahme an Präsenzphasen

(1) Die oder der Studierende ist verpflichtet, in dem ersten bis dritten Semester jeweils
in dem Modul, in dem die Klausur als Prüfungsleistung abgelegt werden soll an
einem der Präsenzwochenenden teilzunehmen.

(2) In begründeten Ausnahmefällen kann die oder der Studierende auf Antrag von
der Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen befreit und für den entsprechenden
Termin des nächsten Studienjahrs vorgesehen werden.

(3) 1Der oder die Prüfungsausschussvorsitzende entscheidet über die Befreiung. 2Ein
entsprechender Antrag muss der Prüfungsausschussvorsitzenden oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden bis spätestens vier Wochen vor der letzten Präsenzveranstaltung
des laufenden Semesters zugegangen sein.

§ 19 Studienbegleitende Klausuren

(1) 1Die studienbegleitenden Prüfungen werden im ersten bis dritten Semester in den
Präsenzphasen am Ende eines Semesters geschrieben. 2Sie sollen den Erkenntnisstand
der oder des Studierenden bezogen auf eines der prüfungsrelevanten Module
des Semesters sowie das Maß an Reflexionsfähigkeit modulübergreifend zeigen.

(2) 1Durch Abgabe der Einsendearbeit i. S. d. § 17 ist die bzw. der Studierende automatisch
für das jeweils andere dem gleichen Semester zugeordnete Modul zur Prüfung
angemeldet. 2Ein Wechsel des zur Prüfung gewählten Moduls ist nach der Anmeldung
grundsätzlich nicht möglich.

(3) 1Die Prüfung wird von einem durch den Prüfungsausschussvorsitzenden benannten
Prüfenden korrigiert und bewertet. 2Das Bewertungsverfahren soll sechs Wochen
nicht überschreiten.

(4) 1Über die Zulässigkeit von Hilfsmitteln entscheiden die zuständigen Prüfenden.
2Die Studierenden werden hierüber informiert.

§ 20 Masterarbeit

(1) 1Die Masterarbeit soll zeigen, dass die oder der Studierende in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus ihrem oder seinem Fach selbständig und mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. 2Die Masterarbeit umfasst 15 ECTS-Punkte; sie darf nicht mit einer früher vorgelegten eigenen Diplomarbeit, Bachelor- oder Masterarbeit oder Dissertation in wesentlichen Teilen übereinstimmen.

(2) 1Auf Antrag der oder des Studierenden vergibt der oder die Prüfungsausschussvorsitzende das Thema der Masterarbeit und weist eine Betreuerin oder einen Betreuer aus dem Kreis der Prüfenden zu. 2Die Masterarbeit zeugt von den Fähigkeiten der oder des Studierenden, ein konkretes Projekt der Praxis unter Hinzuziehung und Anwendung wissenschaftlicher Methoden und des neu erworbenen Wissens zu lösen.

(3) Der Antrag kann frühestens nach Bestehen der unbenoteten Studienleistungen des ersten bis dritten Semesters sowie von mindestens zwei benoteten Modulprüfungen (studienbegleitende Klausuren) gestellt werden.

(4) 1Die Bearbeitungszeit für die Masterarbeit beträgt sechs Monate. 2In besonderen Ausnahmefällen kann die Bearbeitungszeit durch die Prüfungsausschussvorsitzende oder den  Prüfungsausschussvorsitzenden um bis zu einem Monat verlängert werden.

(5) Die Masterarbeit ist grundsätzlich in deutscher Sprache anzufertigen; über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss auf Antrag der oder des Studierenden und in Abstimmung mit der Betreuerin oder dem Betreuer.

(6) 1Zeitpunkt der Themenvergabe und der Abgabe der Masterarbeit sind aktenkundig zu machen. 2Der Masterarbeit ist ein Verzeichnis der benutzten Hilfsmittel beizufügen. 3Ausführungen, die wörtlich oder sinngemäß Veröffentlichungen oder anderen Quellen entnommen wurden, sind als solche kenntlich zu machen. 4Die oder der Studierende hat eine eigenhändig unterschriebene Versicherung darüber abzugeben, dass die Arbeit selbständig und ohne Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt sowie noch nicht einer anderen Prüfungsbehörde vorgelegt und noch nicht veröffentlicht wurde. 5Bei Abgabe einer unwahren Versicherung wird die Arbeit mit der Note „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet.

(7) 1Die Masterarbeit kann auch als Gruppenleistung vergeben werden. 2In diesem Fall müssen individuell abgrenzbare Teilleistungen bewertbar sein.

(8) 1Die Masterarbeit ist durch die Betreuerin oder den Betreuer zu beurteilen, die oder der von der oder dem Prüfungsausschussvorsitzenden benannt wurde. 2Im Falle einer Bewertung mit der Note „nicht ausreichend“ wird vom Prüfungsausschuss eine zweite Gutachterin oder ein zweiter Gutachter aus dem Kreis der Prüfenden bestellt.

(9) 1Wird die Masterarbeit mit der Note „nicht ausreichend“ (schlechter als 4,0) bewertet, kann diese einmal wiederholt werden. 2Für die Wiederholung der Masterarbeit gelten die Abs. 1, 2 und 4 bis 8 entsprechend. 3Eine zweite Wiederholung der Masterarbeit ist unzulässig.

(10) Die Bewertung der Masterarbeit soll innerhalb von zwei Monaten nach Abgabe der Arbeit abgeschlossen sein.

§ 21 Zeugnis, Diploma Supplement, Transcript of Records, Urkunde

(1) 1Wer den Masterstudiengang erfolgreich abgeschlossen hat, erhält möglichst innerhalb von acht Wochen ein Zeugnis, ein Transcript of Records, ein Diploma Supplement und eine Urkunde über die Verleihung des akademischen Grades „Master in Health and Medical Management (MHMM)“. 2Im Diploma Supplement wird auf den berufsbegleitenden weiterbildenden Charakter des Studiengangs hingewiesen.

(2) 1Das von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unterzeichnete Zeugnis enthält die Module und Modulnoten, Titel und Note der Masterarbeit mitsamt Thema sowie die Gesamtnote- der Masterprüfung. 2Auf Antrag der Absolventin oder des Absolventen wird die benötigte Fachstudiendauer in das Zeugnis aufgenommen. 3Das Transcript of Records führt alle besuchten Module mit Modulnote und Teilnoten auf; das Zeugnis und das Transcript of Records können in einer Urkunde zusammengefasst werden. 4Das Transcript of Records und das Diploma Supplement werden in englischer und deutscher Sprache ausgestellt. 5Näheres zum Diploma Supplement, insbesondere zum Inhalt, bestimmt der Prüfungsausschuss. 6Informationen, die dem Prüfungsamt noch nicht vorliegen, müssen dort spätestens bis zum Zeitpunkt des Abschlusses des Masterstudiengangs einschließlich entsprechender Nachweise vorgelegt werden; andernfalls können sie in den Dokumenten nach Abs.
1 nicht mehr berücksichtigt werden.

§ 22 Information über Ergebnisse der Prüfungs- und Studienleistungen, Akteneinsicht

(1) Jeweils unverzüglich nach der Bewertung der Prüfungs- und Studienleistungen werden der oder dem Studierenden die Bewertungen mitgeteilt.

(2) 1Innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Bewertung für eine Prüfungs- oder Studienleistung wird der oder dem Studierenden auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine schriftliche Prüfungsarbeit oder seinen Leistungsnachweis sowie die darauf bezogene Bewertung gewährt. 2Der oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestimmt Ort und Zeitpunkt der Einsichtnahme.

§ 23 Inkrafttreten, Übergangsvorschrift

Diese Prüfungsordnung tritt am 1. Oktober 2012 in Kraft.

Anlage 1: Qualifikationsfeststellungsverfahren

(1) Das Verfahren zur Feststellung der Qualifikation wird bei Bedarf, mindestens jedoch einmal pro Jahr vor Beginn der allgemeinen Vorlesungszeit zum Wintersemes-ter durchgeführt.

(2) 1Die Anträge auf Zulassung zum Qualifikationsfeststellungsverfahren sind in der Regel schriftlich spätestens bis zu einem ortsüblich bekannt gegebenen Termin beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses einzureichen; verspätet gestellte Anträge werden für den Studienbeginn im nächsten Wintersemester berücksichtigt.
2Dem Antrag sind beizufügen:
1. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse
2. Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses nach § 6 Nr. 1 einschließlich Transcript of Records und Diploma Supplement,
3. Nachweis über die bisherige Berufserfahrung nach § 6 Nr. 2 (erforderlich ist mind. eine zweijährige qualifizierte Berufstätigkeit in verantwortlicher Position mit Aufgaben der Führung, Planung oder Kontrolle nach Abschluss des Hochschulstudiums in privaten oder öffentlichen Unternehmen, Verbänden oder Verwaltungen).

(3) 1Die Feststellung der Qualifikation obliegt gemäß § 8 dem Prüfungsausschuss für den berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang Master in Health and Medical Management. 2Der Prüfungsausschuss kann die Koordination und Durchführung des Verfahrens einzelnen von ihm beauftragten Mitgliedern übertragen, soweit nichts an-deres bestimmt ist.

(4) 1Die Zulassung zum Qualifikationsfeststellungsverfahren setzt voraus, dass die in Abs. 2 genannten Unterlagen fristgerecht und vollständig vorliegen. 2Mit den Bewerberinnen und Bewerbern, die die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, wird das Qualifikationsfeststellungsverfahren gemäß Abs. 5 und 6 durchgeführt. 3Bewerberinnen und Bewerber, die nicht zugelassen werden, erhalten einen mit Gründen und Rechtsbehelfsbelehrung versehenen Ablehnungsbescheid.

(5) 1Der Prüfungsausschuss beurteilt in Rahmen des Qualifikationsfeststellungsverfahrens in einer Vorauswahl anhand der schriftlichen Unterlagen, ob eine Bewerberin bzw. ein Bewerber die Eignung zum Masterstudium besitzt. 2Der Prüfungsausschuss stellt anhand der schriftlichen Unterlagen die Qualifikation fest, wenn als Gesamtnote des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses gemäß § 6 Nr. 1 als Durchschnitt der bisherigen Leistungen 3,30 (= befriedigend) oder besser bescheinigt worden ist.

(6) 1Mit den übrigen Bewerberinnen und Bewerbern wird ein Feststellungsverfahren mittels eines Qualifikationsfeststellungsgesprächs durchgeführt. 2Das Qualifikationsfeststellungsgespräch dauert ca. 20 Minuten. 3Der Termin wird in der Regel mindestens eine Woche vorher bekannt gegeben. 4Der festgesetzte Termin des Gesprächs ist von der Bewerberin oder dem Bewerber einzuhalten. 5Ist die Bewerberin oder der Bewerber aus von ihr oder ihm nicht zu vertretenden Gründen an der Teilnahme am Qualifikationsfeststellungsgespräch verhindert, so kann auf begründeten Antrag ein Nachtermin bis spätestens zwei Wochen vor Vorlesungsbeginn anberaumt werden. 6Das Qualifikationsfeststellungsgespräch ist für jede Bewerberin und jeden Bewerber einzeln durchzuführen. 7Es kann in begründeten Ausnahmefällen und mit Einver-ständnis der Bewerberin oder des Bewerbers auch bildtelefonisch geführt werden. 8Das Qualifikationsfeststellungsgespräch wird von mindestens einem Mitglied des Prüfungsausschusses in Anwesenheit einer Beisitzerin oder eines Beisitzers durch-geführt; § 9 Abs. 9 und 10 gelten entsprechend. 9Das Qualifikationsfeststellungsgespräch erstreckt sich auf folgende gewichtete Kriterien:
1. Qualität der fachwissenschaftlichen Grundkenntnisse im Bereich Management, insbesondere Planung, Organisation, Führung, Kontrolle (50 Prozent)
2. Qualität der Grundkenntnisse im Bereich fachwissenschaftlicher Spezialkenntnisse, insbesondere zur Struktur des Gesundheitswesens (30 Prozent)
3. steigender Studienerfolg aufgrund bisheriger Leistungen in Studium (20 Prozent).
10Das Ergebnis lautet bestanden oder nicht bestanden. 11Das Ergebnis des Qualifikationsfeststellungsverfahrens wird der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mitgeteilt. 12Ein Ablehnungsbescheid ist mit einer Begründung und einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.

(7) 1Im Qualifikationsfeststellungsverfahren ist auf Art und Schwere einer Behinderung Rücksicht zu nehmen. 2Wer durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft macht, wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher Behinderung nicht in der Lage zu sein, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, hat Anspruch darauf, dass die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gestattet, die Prüfung in anderer Form abzulegen.

(8) Die Bewerberin bzw. der Bewerber trägt die eigenen Kosten des Qualifikations-feststellungsverfahrens selbst.

(9) 1Die Bestätigung über die bestandene Qualifikation im berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang Master in Health and Medical Management gilt für den Zugang in den nächsten beiden Terminen. 2Bewerberinnen und Bewerber, die den Nachweis der Eignung für das Masterstudium nicht erbracht haben, können einmal erneut die Teilnahme am Feststellungsverfahren beantragen.“

Anlage 2: Sondereignungsfeststellungsprüfung

(1) 1Die Sondereignungsfeststellungsprüfung (SEFP) soll zeigen, ob die Bewerberinnen und Bewerber das zusätzlich zum ersten Hochschulabschluss (Basisniveau: mindestens 180 ECTS-Punkte) erforderliche Eingangs- bzw. Qualifikationsniveau für den Masterstudiengang „Health and Medical Management“ von insgesamt 240 ECTS-Punkten erreicht haben. 2In der Regel wird die Sondereignungsfeststellungsprüfung gleichzeitig mit dem Qualifikationsfeststellungsverfahren gemäß der Anlage 1 durchgeführt; Abs. 1, 3 und 6 Sätze 3 bis 8 und Sätze 10 und 11 sowie Abs. 7 bis 9 der Anlage 1 gelten entsprechend.

(2) 1Im Rahmen der SEFP findet eine Feststellung der außerhochschulisch erworbenen, masterstudiengangsspezifischen Kompetenzen anhand einer mündlichen Prüfung im Umfang von ca. 20 Minuten statt. 2Sie erstreckt sich mit folgender Gewichtung im Rahmen der Bewertung auf die Bereiche Fachkompetenz (1/3), Metho-denkompetenz (1/3), Selbstkompetenz (1/6) und soziale Kompetenz (1/6). 3Die Bewerberin oder der Bewerber bereitet die mündliche Prüfung anhand eines vom Studiengang zur Verfügung gestellten Templates in Bezug auf die Kompetenzbereiche vor und fügt entsprechende Nachweise bei.
4Der Grad der Kompetenzerfüllung kann nachgewiesen werden durch:
a)bisherige Berufserfahrung, insbesondere der Wahrnehmung von Führungsaufga-ben,
b) Vorliegen internationaler berufspraktischer Erfahrung
c) bisheriger Weiterbildungsaktivitäten, Zusatzprüfungen
d) Beurteilungen im Beruf, Empfehlungsschreiben, Evaluationsbögen durch den Arbeitgeber,
e) Zeugnisse, Zertifikate
f) sonstige Nachweise.
5Die Dokumente sind mit der Bewerbung zum Studiengang entsprechend Anlage 1 Abs. 2 einzureichen.

(3) 1In der mündlichen Prüfung werden zur Vorqualifikation korrespondierende Fragen zu den von der Bewerberin oder dem Bewerber zum Kompetenzerwerb vorgelegten Nachweisen in den in Satz 2 genannten Kompetenzbereichen gestellt. 2In den einzelnen Kompetenzbereichen werden insbesondere folgende Fähigkeiten überprüft, die an der Schnittstelle zwischen Medizin, der eigenen Fachdisziplin und dem Gesundheitswesen als Institution angesiedelt sein müssen:
1. Fachkompetenz: Kenntnisse bezüglich der Struktur und der Finanzierung des deutschen Gesundheitswesens, Verständnis bezüglich der sektoralen Unterteilung
2. Methodenkompetenz: Analyse- und Problemlösungsfähigkeit, Auffassungsfähigkeit/-gabe, Entscheidungsfähigkeit, Ganzheitliches Denken, Organisationsfähigkeit in Bezug auf betriebliche oder medizinische Sachverhalte
3. Selbstkompetenz: Kritikfähigkeit, Selbständigkeit, Zielstrebigkeit / Ergebnisorien-tiertheit im Kontext des deutschen Gesundheitswesens

4. Sozialkompetenz: Führungsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktlösungs-kompetenz, Teamfähigkeit.

(4) 1Der Prüfungsausschuss bewertet jede Fähigkeit in einer fünfstufigen Skalierung in Abhängigkeit der erreichten Niveaustufe dargestellt durch Prozentpunkte.
2Die Einstufung erfolgt in:
1. Einsteiger = 0 %
2. Kenner = bis einschließlich 25 %
3. Routinier = bis einschließlich 50 %
4. Könner = bis einschließlich 75 %
5. Experte = bis einschließlich 100 %.
3Ergibt der Durchschnitt aller bewerteten Fähigkeiten in den einzelnen Kompetenzbereichen mindestens 60 %, ist die SEFP bestanden. 4Anlage 1 Abs. 5 Sätze 8 sowie 10 bis 12 gelten entsprechend.

Anlage 3: Studienverlaufsplan

1Die Prüfung bezieht sich auf 6 Module (benotete Prüfungsleistung und unbenotete Studienleistung). 2Im ersten, zweiten und dritten Semester sind in den dem jeweiligen Semester zugeordneten Modulen jeweils in einem Modul die (unbenotete) Portfolio-Studienleistung und in dem anderen Modul die (benotete) Prüfungsleistung zu er-bringen. 3In den ersten beiden Semestern werden jeweils zwei Pflichtmodule ange-boten, von den im dritten Semester angebotenen Modulen müssen zwei als Wahl-pflichtmodule belegt werden. 4Folgende Module werden angeboten: